Die zunehmende Verbreitung von Desinformationen stellt Schulen und Bildungseinrichtungen vor große Herausforderungen.
Vor diesem Hintergrund haben wir zusammen mit dem Museum für Kommunikation Frankfurt und dem Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) erstmals eine gemeinsame Veranstaltung konzipiert, die Schüler:innen und Expert:innen aus Medien, Vermittlung und Wissenschaft in einen direkten Austausch brachte.
Mehr als 100 junge Menschen aus fünf verschiedenen Schulen waren am 12. Februar 2026 im Museum, haben sich in sieben praxisnahen Workshops weitergebildet.
Über den Klimawandel gibt es unzählige Informationen, die im Netz verbreitet werden – was davon ist wirklich wahr? Und wie lassen sich Desinformationen erkennen und einordnen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die partizipative Bildungsveranstaltung „Glauben – Meinen – Wissen. Fake News am Beispiel des Klimawandels“ für Schüler*innen ab der Jahrgangsstufe 8 am 12. Februar 2026 im Frankfurter Museum für Kommunikation.
Aus zahlreichen Bewerbungen wurden fünf Frankfurter Schulen zur Teilnahme ausgewählt.
Der Auftakt erfolgte in Form eines lebendigen Speed-Datings, bei dem die Jugendlichen die Expert:innen aus verschiedenen Fachrichtungen kennenlernen konnten. Anschließend vertieften sie ihr Wissen in thematischen Sessions zu Zeitungsjournalismus, Fotojournalismus, Social Media, Künstlicher Intelligenz, Fake News, Pseudowissenschaft und Wissenschaftskommunikation. Dabei erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in den Umgang mit Desinformationen sowie in die Rolle sozialer Medien im Strukturwandel der Informationsbildung unserer Gesellschaft.
FR-Redakteur, Florian Leclerc referierte beispielsweise über Nachrichten und wie wir echte von unechten unterscheiden können. Der Fotograf Ferhat Bouda stellte Bildsprache vor und lies die Schüler:innen die Telefonzelle vor dem Haus fotografieren (siehe Bild oben). Der Fotograf empfahl dabei, sich an vertrauenswürdige Quellen zu halten. Das seien seriöse Medienhäuser und Fotografierende. Die Profis dächten bei ihren Bildern nicht an Follower oder Klickzahlen, sie wollten etwas anderes mit Bildern ausdrücken: Nachrichten. Im Hinblick auf Social Media haben die Schüler:innen einen guten Rat mitgenommen: Den 360-Grad-Check, also schauen: Wer ist Absender:in, woher kommt die Nachricht, wem nutzt das, was sagen die anderen?
Im Workshop „Fakten und die Rolle von Wissenschaft“ machte Nicola Schuldt-Baumgart, Leiterin Wissenskommunikation und Wissenstransfer am ISOE deutlich, warum Fakten keine Meinung sondern überprüfbare, wahre Sachverhalte oder Ereignisse sind: „Fakten bilden das Fundament, auf dem Wissen aufgebaut wird.“
Kennen Sie die wahren Fakten zum Klimawandel? Im aktuellen Klimafaktenpapier können Sie diese lesen.