Sperrung des Niddauferwegs abgewendet –
FahrRad! im GrünGürtel findet am 17. Juni statt!


Am 28. Februar informierte der hessische Verkehrsminister Tarek Al Wazir, dass Hessen Mobil die Pläne des Baustellenablaufs und der Umleitung noch einmal überarbeitet hat, um die negativen Auswirkungen für die Radfahrer und Fußgänger so gering wie möglich zu halten. 2018 wird es keine Vollsperrung des Niddaufers geben. Für kürzere Zeitfenster, Näheres wird Hessen mobil noch kommunizieren, muss ab 2019 dennoch damit gerechnet werden, dass beide Ufer gesperrt werden müssen. Dann würde die Umleitung über Oeserstraße – Am Römerhof eingerichtet. Die Umleitung über Oeserstraße – Am Römerhof wird verbessert. Sie wird etwas kürzer, weil sie aus Richtung Nied erst an der Straße Am Neufeld beginnt. Die Ampelzeiten an der Kreuzung Oeserstraße-Römerhof werden zugunsten von Radfahren modifiziert, auf der Straße Am Römerhof werden Schutzstreifen markiert, die – in Richtung Nied – besonders gefährliche Querung am Schreberweg wird durch provisorische Querungshilfen sicherer gestaltet. (Quelle ADFC)

Die Alternativvorschläge des ADFC für eine kurze Umleitung in Gerüstbauweise werden aus verschiedenen Gründen verworfen. Wir sind zwar immer noch der Meinung, dass sie realisierbar wären, aber wenn die Umleitung jetzt nicht Jahre, sondern allenfalls wenige Monate greift, lassen wir es damit bewenden. Wir bedanken uns bei allen Radfahrerinnen und Radfahrern, Joggern und Spaziergängern, beim ADFC und den anderen Verbänden, die in den letzten Wochen deutlich ihren Protest gegen eine Vollsperrung des Niddauferwegs zum Ausdruck gebracht haben! Auch der Antrag der Römer-Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNEN, doch noch einmal nachzubessern, war hilfreich.

Pressemeldung vom 16. Februar
Sperrung des Niddauferwegs
Durchführung von FahrRad! im GrünGürtel steht in Frage


Einmal mit dem Fahrrad rund um die Stadt – das war das langjährige Motto der größten Veranstaltung im GrünGürtel, des FahrRad!-Tages. In den kommenden Jahren wird es kein „Rundherum“ mehr geben: Wegen Sanierungsarbeiten an der Autobahnbrücke der A 648 am Westkreuz Frankfurt wird der GrünGürtel-Radweg an der Nidda voraussichtlich ab April für Jahre gesperrt. Die vorgesehene „Umleitung“ von Hessen Mobil ist für Rad fahrende Familien wie auch den Fahrrad-Pendler völlig untauglich. Sie führt über 3 km weit durch Siedlungs- und Gewerbegebiet am Rebstock, teilweise entlang stark befahrener Straßen und weist zahlreiche Gefahrenstellen auf. Die guten Alternativvorschläge etwa des ADFC sind dem Land Hessen als Bauträger bislang teuer zu aufwendig – und so bleibt dem Radfahrer nur abzusteigen.

Ursprünglich geplant war der traditionsreiche „FahrRad!-Tag im GrünGürtel“ für den 17. Juni 2018. Ob die beliebte Veranstaltung für Jung und Alt allerdings mit einem auf Jahre hinaus gesperrten Niddauferweg durchführbar sein wird, ist fraglich. Für Umweltlernen in Frankfurt e.V., das den FahrRad!-Tag mit 18 Kooperationspartnern seit 2006 erfolgreich organisiert, bleibt nur die Hoffnung, dass sich Hessen Mobil im Verkehrsministerium noch bewegt.

Das Land Hessen hat im letzten Jahr in Frankfurt seinen Integrierten Klimaschutzplan vorgestellt – auf dem Titelblatt prangt zentral ein Fahrrad in grüner Aue. Unter den Zielsetzungen finden sich auch klimafreundliche Nahmobilität und Freizeitverkehr. Warum drängt die dem Hessischen Wirtschaftsministerium unterstehende Hessen Mobil den Radverkehr in dieser Weise ab? Mit etwas mehr Offenheit und gutem Willen wären Radfahrer-verträgliche Lösungen möglich!